Mähroboter Know-how

Um Ihnen die Kaufentscheidung leichter zu machen, habe ich einiges Wissen (Know-how) rund um die Anwendung von Mährobotern zusammen gestellt.

Anhand von Themen, wie

  • Betriebssicherheit,
  • geeignete Rasenflächen,
  • Reinigung und Wartung,
  • Umweltaspekten etc.

wird Ihnen die Kaufentscheidung für oder gegen einen Rasenroboter erleichtert.

 

Geeignete Rasenflächen für Mähroboter

Hochgewachsenes Gras und verwilderter Rasen sind unvorteilhaft

Da Mähroboter nach dem Mulchen-Prinzip arbeiten und das Schnittgut auf der abgemähten Fläche als natürlichen Dünger verbleiben lassen, ist darauf zu achten, dass der Rasen nicht zu lang oder zu dick ist, damit der Abschnitt optimal in der Grasnarbe versinken kann.
Ist der Rasen sehr hoch, sollte man zu Beginn des Robo-Mähens eine größere Schnitthöhe wählen und sich langsam an die optimale (niedrigere) Einstellung herantasten.
Oft ist es aber einfacher vor dem ersten Einsatz des Mähroboters den Rasen einmal manuell mit einem konventionellen Rasenmäher kurz zu schneiden und den Rasenschnitt mit einer Harke oder Rechen aufzunehmen und abzutragen. Danach übernimmt der Mähroboter einwandfrei seine Aufgabe.

Verwinkelte Rasenstücke bzw. Engstellen sind unvorteilhaft

Nicht jede Rasen- oder Gartenfläche eignet sich gut zum Einsatz eines Mähroboters – unabhängig, ob mit oder ohne Begrenzungskabel.
Vor allem verwinkelte Rasenstücke mit zahlreichen Engstellen (in denen sich der Rasenmähroboter verfangen kann) machen es Mährobotern sehr schwer ihre Arbeit störungs- und einwandfrei zu verrichten.

Unebene Flächen und Steigungen sind unvorteilhaft

Unebene Flächen und Rasenstücke, mit zudem uneinheitlichen Steigungen, erweisen sich meist als ungeeignet für den Mähroboter, wenn man ein gleichmäßiges Rasenschnittbild erwartet.

Ein aufgeräumter Garten ist Pflicht

Generell muss der zu mähende Rasen stets frei von Gegenständen aller Art sein. Alles was rumliegt ist ein Hindernis, welches den Mähprozess stören, beeinträchtigen oder gar unterbrechen könnte. Falls Sie sich fragen, was im Garten alles so rumliegen könnte: Gartenschläuche, Grill-Artikel, Kinderspielzeug, Werkzeug, Kleidung, Steine, Äste, Tannen- oder Fichtenzapfen … um nur ein paar Möglichkeiten zu nennen.

Geeignete Rasenflächen für Mähroboter (Quadratisches Bild)

Betriebssicherheit von Rasenmährobotern

Die Sicherheitsstandards bei den im Handel oder im Internet erhältlichen üblichen Großserienmähern sind hoch. Jeder Mähroboter ist mit einer Fülle von modernen und technisch eindrucksvollen Sensoren ausgestattet: Rasenerkennungssensor, Hebesensor, Überschlagsensor, Blockierungssensor (auch Stoßsensor genannt), Tilt-Sensor, Regensensor, um nur einige zu nennen.
Diese Sensoren versorgen das Gerät stets mit Informationen über die Besonderheiten des Geländes sorgen dafür, dass beim Anstoßen an Hindernisse der Mäher zum Halten und oder Wenden gebracht wird. Andere Sensoren informieren den Robomäher darüber, ob er gerade von einem Menschen angehoben oder er aus Versehen oder mutwillig umgekippt wird. Dann wird voll automatisch der Motor abgestellt und die Messer stoppen sofort, um Verletzungen zu vermeiden.
Es gibt sogar Modelle mit Transponder-Lösungen. Personen oder Tiere tragen einen kleinen Anhänger, der ein Funk-Signalgerät aussendet, welches vom Mähroboter empfangen wird. Dieses Signal stoppt den Mähroboter bei Annäherung. Entfernt sich der Transponderträger aus dem Signalbereich des Mähroboters, so nimmt das Gerät seine Arbeit selbstständig wieder auf.
Aber ich bin mir sicher, dass auch damit die Entwicklung im Bereich Betriebssicherheit bestimmt noch nicht abgeschlossen ist.
Dennoch möchte ich an dieser Stelle erwähnen, dass kein System vollkommen sicher ist. Ein selbstfahrendes Gerät mit rotierenden Klingen ist kein Spielzeug und könnte Verletzungen sowohl bei Kindern, Haustieren als auch bei Erwachsenen hervorrufen. Ein wenig Vorsicht im Umgang mit technischem Gerät schadet nie.

Flächenleistung von Mährobotern

Wie groß die zu bearbeitende Fläche für einen Rasenmähroboter sein kann ist modellabhängig. Entscheidend sind die installierte Akkuleistung und die benötigten Ladezeiten.
Unterschiedliche Hersteller verwenden unterschiedliche Akku-Techniken zur Stromversorgung. Die Bandbreite reicht von Lithium-Ionen Akkus über Nickel-Metallhydrid-Akkus (NiMH), Blei-Gel-Akkus und Kombinationen aus Akku und modernen Solarzellen dem sogenannten Solar Hybrid.
In der Regel reicht die Flächenleistung von 400 qm bis 6000 Quadratmetern. Aber auch Modelle für bis zu 20.000qm findet man am Markt. Wer eine sehr große zu bearbeitende Rasenfläche hat sollte ernsthaft über den Einsatz gleich mehrerer Rasenmähroboter nachdenken.
Ein weiterer Grund für die unterschiedliche Flächenleistung der Mähroboter ohne Begrenzungskabel ist auch die Steigung / Neigung des jeweiligen Geländes. Auch die vom Mähroboter zu bewältigende maximale Hangneigung ist von Modell zu Modell unterschiedlich und reicht von ca. 25% bis 45% Steigung. bzw. Neigung.

Auswirkungen von Mährobotern auf die Umwelt

Mähroboter arbeiten im Akkubetrieb und erzeugen somit keine direkten Emissionen (Abgase). Zusätzlich haben Rasenroboter einen recht niedrigen Energieverbauch. Je nach Größe der zu mähenden Fläche und Mährobotermodell belaufen sich die Betriebskosten (Strom) auf rund 10 € bis 100 € pro Saison (in Abhängigkeit von Rasengröße, Stromtarif und verwendetem Modell).

Reinigung und Wartung von Mährobotern

Mähroboter sind im Vergleich zu herkömmlichen Benzin-Rasenmähern eher wartungsfrei. Aufgrund des verwendeten Elektromotors müssen keine Öle oder Zündkerzen gewechselt werden und die „Betankung“ erfolgt selbstständig an der Ladestation. Ein Elektromotor ist in dieser Hinsicht völlig wartungsfrei.
Reinigen Sie den Mähroboter regelmäßig. Vor allem nasses Gras kann das Mähwerk des Roboters verkleben oder verstopfen. Für ein optimales Mähergebnis sollte der Mäher daher mindestens einmal im Monat von Erde und Gras gesäubert werden. Für die Reinigung des Gehäuses genügt das Abwischen mit einem feuchten Lappen. Bitte nicht den Hochdruckreiniger oder die Gartendusche verwenden. Wer seinen Mähroboter auf Hochglanz polieren möchte, der sollte es mit einem Dampfsauger versuchen.

Lärmbelästigung durch Mähroboter

Mähroboter sind permanent im Einsatz und durchaus tagsüber schon mal ein paar Stunden auf dem Rasen unterwegs. Da ist es wichtig, das Thema Lärmbelästigung in seine Kaufgedanken miteinzubeziehen. Normale Rasenmäher erreichen um die 100 db(A); Mähroboter liegen im Bereich von 55 bis 75 Dezibel. Vergleichbar sind diese Werte mit einem Gruppengespräch oder Fernsehgeräuschen in Zimmerlautstärke.
Natürlich gibt es in Deutschland auch eine Richtlinie des Umweltbundesamtes, die beschreibt, welche Lautstärke für den Nachbarn erträglich und damit zulässig ist. In der Sechsten Allgemeinen Verwaltungsvorschrift zum Bundes-Immissionsschutzgesetz (Technische Anleitung zum Schutz gegen Lärm – TA Lärm) unter Punkt 6 wird tagsüber eine Obergrenze von 50 Dezibel und nachts 35 dB(A) in reinen Wohngebieten angegeben.
Aber auch wenn damit die rein rechtliche Sicht geregelt ist, rate ich Ihnen, einfach mit ihren Nachbarn zu sprechen. Sollte das Geräusch als störend empfunden werden, können feste Zeiten für den Einsatz des Mähroboters abgesprochen werden, was dank programmierbarer Zeitpläne kein Problem darstellt.

Unterscheidungsarten von Mährobotern

Neben den unterschiedlichen modellbezogenen Leistungsmerkmalen kann man Rasenroboter in zwei grundsätzliche Arten einteilen.
Die einen benötigen ein Begrenzungskabel (ein langes Induktionskabel), welches um die zu bearbeitende Fläche herum gespannt wird und die anderen verzichten auf Begrenzungskabel und haben Orientierungs-Sensoren im Mähroboter eingebaut. Beide Arten sind auf diesen Seiten näher beschrieben.
Lesen Sie mehr zu Mähroboter mit Begrenzungskabel.
Oder wenn Sie keine Kabel verlegen möchten, so schauen Sie bitte hier vorbei Mähroboter ohne Begrenzungskabel.